BVR zum Weltspartag

Sparquote nur geringfügig unter 10-Jahresdurchschnitt

Die Sparquote – das Verhältnis von Erspartem und dem verfügbaren Einkommen – lag bei privaten Haushalten in Deutschland im ersten Halbjahr 2016 bei 9,7 Prozent. Dieser Wert befindet sich nur geringfügig unter dem langjährigen 10-Jahrsdurchschnitt. Das ergab die aktuelle Studie des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken Raiffeisenbanken (BVR) anlässlich des Weltspartags am 28. Oktober 2016.

Altersvorsorge wird immer wichtiger

Laut BVR-Studie zum Weltspartag spielt die private Altersvorsorge für die Bundesbürger eine besondere Rolle. "Die private Altersvorsorge ist ein wichtiger Baustein zur Schließung der Rentenlücke", so Dr. Andreas Martin, Vorstand des BVR. Allerdings erschwere das aktuell niedrige Zinsniveau es den Bundesbürgern, ausreichend für das Alter vorzusorgen. "Es ist ganz klar die Verantwortung der Europäischen Zentralbank, diese durch ihre ultralockere Geldpolitik bewirkte Fehlsteuerung zu beenden und ein Zinsniveau anzustreben, das langfristige Sparanstrengungen wieder stärker belohnt", so der BVR-Vorstand weiter.

Deutsche bilden mehr Geldvermögen

Das Geldvermögen der privaten Haushalte ist im vergangenen Jahr um 242 Milliarden Euro auf 5.485 Milliarden Euro gestiegen. Das Wachstum lässt sich zurückführen auf die Geldvermögensbildung und die Kursgewinne bei Wertpapieren. Das Nettovermögen, also die um die Verbindlichkeiten bereinigte Summe der Geld- und Sachvermögen, lag damit Ende 2015 bei 12.148 Milliarden Euro.

Quelle: Bundesverband der Deutschen Volksbanken Raiffeisenbanken (BVR)

Zuletzt aktualisiert am 5. Oktober 2016.