Bericht zur Generalversammlung vom 28.06.2018

Turnnusmäßig ausscheinder Aufsichratsvorsitzender Ludwig Baumgartner und Aufsichtsrätin Monika Kerner wurden einstimmig wiedergewählt.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Ludwig Baumgartner eröffnete die gut besetzte Generalversammlung im Haus des Gastes in Bad Kötzting. Insgesamt 119 stimmberechtigte Mitglieder nahmen daran teil.

"Das Jahr 2018 ist für uns Raiffeisenbanken ein besonderes Jahr" so Vorstandsvorsitzender Michael Wurm. "Der Gründervater der Genossenschaftsidee, Friedrich Wilhelm Raiffeisen, feiert in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag."

Ein Zitat aus dem Profil auf der seiner Person gewidmeten Homepage „Seine Heimat hat er nie verlassen – seine Idee jedoch machte weltweit Karriere. Friedrich Wilhelm Raiffeisen hat mit seinem Wirken das Leben und Wirtschaften der Menschen spürbar verbessert. Zwei Prinzipien haben ihn dabei angetrieben: Solidarität und Hilfe zur Selbsthilfe. Der Erfolg gibt ihm bis heute Recht: in Deutschland sind 22,6 Millionen Menschen Mitglieder einer Genossenschaft – mit steigender Tendenz. Weltweit sind heute über 1 Milliarde Menschen in Genossenschaften organisiert.“

"Heute, rund 150 Jahre später, wird die Idee des Friedrich Wilhelm Raiffeisen fortgeführt. Aus Selbsthilfeeinrichtungen in Form eines Vereines sind jetzt Unternehmen mit einem organisierten Geschäftsbetrieb geworden. Trotz dieser Veränderung gilt jedoch weiterhin das Prinzip der Mitgliederförderung." so Vorstandsvorsitzender Michael Wurm.

"Aufgrund der Besonderheit, dass die Anteilseigner zugleich die Kunden sind, stehen Werte wie Solidarität, Fairness, Regionalität und Hilfe zur Selbsthilfe im Vordergrund. Wie wichtig diese Werte sind, hat die Wirtschafts- und Finanzkrise in den letzten Jahren gezeigt." brachte Vorstandsvorsitzender Michael Wurm den Mitgliedern näher.

Die Raiffeisenbank Bad Kötzting eG hat in den letzten vier Jahren viel investiert und Abläufe neu gestaltet. Um die Geschäftsstellen für die Zukunft fit zu machen, wurden diese modernisiert und für die neuen Aufgaben gerüstet. So konnten im vergangenen Jahr die neuen Geschäftsräume in Zandt fertig gestellt werden. Die Geschäftsstelle in Grafenwiesen wurde ebenfalls modernisiert und in Harrling wurden neue Räume für den Versicherungsdienst geschaffen. Aus Bankstellen mit Fokus auf das Schaltergeschäft wurden Beratungsstellen geschaffen, in denen die Kunden kompetente Beratung rund um das Thema Finanzen erhalten.

Im Fokus der Investitionen stand neben der Praktikabilität auch die Sicherheit. So wurde beispielsweise im vergangenen Jahr in den Geldausgabeautomaten das Scorpion Sicherheitssystem nachgerüstet. Bei geringsten Erschütterungen der Automaten durch Fremdeinwirkung, wird durch eingebaute Farbsysteme das Geld unbrauchbar gemacht. "Unser Ziel ist es, die Auszahlungsautomaten vor der zunehmenden Gefahr der Sprengungen zu schützen." so Vorstandsvorsitzender Michael Wurm.

Aber nicht nur in den Gebäuden wurde investiert, sondern auch in die Bereiche Digitalisierung, Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter und Neugestaltung von Produkten und Prozessen.

"Im vergangenem Jahr haben wir beispielsweise neue Baufinanzierungsmodelle entwickelt, welche für die Darlehensnehmer verschiedene Fairnessvorteile beinhalten" erläuterte Vorstandsvorsitzender Michael Wurm.

 

Vorstand Reinhard Stahl stellte die Zahlen aus dem Geschäftsjahr 2017 vor und gab bekannt, dass Vorstand und Aufsichtsrat eine Dividende von drei Prozent aus dem Bilanzgewinn beschlossen haben.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss mit Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 wurde vom Aufsichtsrat geprüft und in der vorliegenden Form gebilligt, teilte Ludwig Baumgartner mit. Der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) hat nach der Prüfung den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.
Die Generalversammlung stimmte der Feststellung des Jahresabschlusses, der Verwendung des Jahresüberschusses und der Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat zu.

Der turnusmäßig aus dem Aufsichtsrat ausscheidende Aufsichtsratsvorsitzender Ludwig Baumgartner und die Aufsichtsrätin Monika Kern wurden einstimmig wiedergewählt.

Von der Umstellung der Mitgliederversammlung auf eine Vertreterversammlung wir vorerst abgesehen, zumal noch keine Notwendigkeit besteht. Das könnte sich ändern, wenn der Zulauf anhält und die Umstellung ab 3000 Mitgliedern verpflichtend wird.
Im Nachgang wurden die anwesenden Mitglieder zu einem Essen eingeladen.